Diabetes

(siehe auch Blutzuckermessung)

Der Begriff „Diabetes mellitus“ bedeutet „süße Harnflut“ und bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselstörungen, bei denen erhöhte Blutzuckerwerte durch (vollkommenen oder teilweisen) Insulinmangel auftreten.

Vollkommener Insulinmangel liegt vor beim so genannten „Typ I Diabetes“. Hier liegt eine Schädigung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vor. Es wird kein Insulin vom Körper selbst produziert, deshalb muss es von außen zugeführt werden. Die Erkrankung beginnt in der Regel vor dem 35. Lebensjahr, meist abrupt mit Durst und starkem Harndrang. Der Patient nimmt ab (Verlust an Energie, Zucker im Urin) und trocknet aus (Verlust an Wasser und Mineralstoffen). Diese Form des Diabetes wird auch als jugendlicher oder insulinabhängiger Diabetes bezeichnet.

Bei „Typ 2 Diabetikern“ liegt ein teilweiser Insulinmangel vor, bzw. eine so genannte „Insulinresistenz“. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin, aber nicht in ausreichendem Maß. Zusätzlich verliert das vorhandene Insulin zunehmend an Wirkung.

Diese Form des Diabetes beginnt meist schleichend. Oft liegt eine familiäre Veranlagung vor, die dazu führt, das bei entsprechend ungünstiger Lebensführung die Blutzuckerwerte allmählich, aber noch „unerkannt“ ansteigen. Erreicht der Zucker eine Konzentration von <180 mg in 100 ml Blut, wird Zucker über die Niere im Urin ausgeschieden und ist im Harn nachweisbar.

Die Ausscheidung von Zucker im Urin bedingt gleichzeitig den Verlust von Wasser und Mineralstoffen. Deshalb ist eines der möglichen Anzeichen für eine mögliche Zuckerkrankheit häufiges Wasserlassen und ständiges Durstgefühl. Weitere mögliche Anzeichen sind Hautjucken, Anfälligkeit für Infektionen v.a. der Haut. In manchen Fällen können durch Reduktion des Körpergewichts und zunehmende Bewegung die erhöhten Blutzuckerwerte wieder in den Normbereich zurückgeführt und der Diabetes mit diätetischen Maßnahmen beherrscht werden.

Therapiemöglichkeiten: Typ-1-Diabetiker haben keine Wahl: Weil ihr Körper kein Insulin mehr produziert, müssen sie sich das blutzuckersenkende Hormon spritzen. Täglich, regelmäßig, ein Leben lang.

Anders Typ-2-Diabetiker. Bei ihnen versiegt die Insulinproduktion zwar auch, aber nur langsam und über viele Jahre. In der Anfangsphase genügt es oft, Übergewicht abzubauen und sich regelmäßig zu bewegen. Dadurch sinkt der Insulinbedarf des Körpers, so dass die Eigenproduktion noch ausreicht und die Blutzuckerwerte im normalen Bereich bleiben. Früher oder später brauchen aber fast alle Typ-2- Diabetiker zusätzlich blutzuckersenkende Medikamente. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe hochwirksamer Arzneimittel, die der Arzt verschreiben kann und die sich, je nach Bedarf, auch kombinieren lassen.

Bei Fragen zu Ihren „Zucker- Medikamenten“, der Anwendung Ihres Blutzucker- Messgerätes oder „Insulin- Pens“ helfen wir Ihnen gern.

Sprechen Sie uns einfach an!

Regelmäßig unterstützen wir die Diabetiker- Selbsthilfegruppe in Melsungen. Hier werden jeweils am 3. Montag im Monat interessante Vorträge gehalten, Fragen beantwortet und Anregungen ausgetauscht. Auch Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen! Den entsprechenden Flyer mit den nötigen Informationen erhalten Sie bei uns in der Apotheke!

Sind Sie betroffen?
Kennen Sie die weiteren Risikofaktoren?
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Bluthochdruck
- Fettstoffwechselstörungen

Kennen Sie die Spätfolgen?
- Herzinfarkt, Schlaganfall
- Nierenversagen
- Augenschädigungen (bis zur Erblindung)
- Nervenschädigungen, auch an
- Füßen (bis hin zu Amputationen)

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